Charttechniker schwören auf ihre Wissenschaft. Schließlich verweisen sie auf empirische Forschungen, die ihre Annahmen belegen. Doch können auch sie nicht in die Zukunft sehen und sagen, wohin die Zinsen tendieren. Dazu muss man dann doch auf fundamentale Werte zurückgreifen.
Günstige Bauzinsen gibt es jetzt schon seit Jahren. Wer einen langfristigen Zinschart betrachtet, sieht seid zwanzig Jahren nur fallende Zinsen, unterbrochen natürlich von Abschnitten, in denen die Zinsen wieder gestiegen sind, um danach um so tiefer zu fallen. Günstige Bauzinsen waren vor allem 2010 zu verzeichnen. Doch auch 2011 wurde das Zinstief nochmals getestet, ohne es jedoch unterbieten zu können. Der Grund: die Erhöhung der Leitzinsen hat den Abwärtstrend gebremst. Inzwischen zeigt die Zinskurve wieder nach oben, doch ist die Baufinanzierung im historischen Vergleich der Hypothekenzinsen nach wie vor sehr günstig.
Günstige Bauzinsen sichern!
Nach wie vor heißt das Gebot der Stunde, günstige Bauzinsen möglichst zu nutzen. In vielen Fällen haben es günstige Bauzinsen erst möglich gemacht, überhaupt Wohneigentum zu erwerben. Doch auch wer schon von günstigen Hypothekenzinsen profitiert hat, kann noch weiter profitieren. Steht eine größere Renovierung an, für die eine Baufinanzierung benötigt wird? Oder ist der bestehende Kredit zwar günstig, aber doch nicht so günstig, wie die derzeitigen Hypothekenzinsen? Dann bietet sich eine Umschuldung an. Der Ablauf einer Zinsfestschreibung ist die richtige Gelegenheit dazu – falls man nicht sogar Sondertilgungen vereinbart hat, die auch Anlass für eine erneute Zinsverhandlung mit der Bank sein können.
Wer die kurzfristige Zinskurve betrachtet, kann nur einen Schluss ziehen: jetzt heißt es zugreifen, wenn man langfristig profitieren will. Dazu sollte man dann auch eine langfristige Zinsvereinbarung treffen, aber auch die Möglichkeit der Sondertilgung einbeziehen. Denn es geht auch um die absolute Zinsersparnis – und eine Verkürzung der Kreditlaufzeit.
Marktbeobachtung
Zwar ist mit steigenden Kreditzinsen zu rechnen, aber nicht mit einem rasanten Zinsanstieg. Die Zentralbanken werden alles tun, um die Zinsen nur moderat ansteigen zu lassen. Einerseits ist dieser Anstieg erforderlich, um genügend Anleger zu finden. Andererseits darf aber der Zins nicht so stark steigen, dass er die Haushalte auch der starken Euroländer nicht gefährdet. Man muss sich nur einmal vorstellen, was eine durchaus mögliche Zinsverdoppelung für den deutschen Haushalt bedeuten würde.
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